Das Wort zum Sonntag: Crisis? What Crisis?

Das vierte Studioalbum der Britischen Gruppe Supertramp hieß “Crisis? What Crisis?” (Krise? Welche Krise) und war damit 1975 seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Denn schon damals wurden die Grundlagen für die aktuelle Wirtschafts-, Schulden- und Umweltkrise gelegt.

Es geht bei der aktuellen, eigentlich schon 2008 ausgebrochenen Systemkrise nicht um die Rettung von Staaten oder Banken. Es geht auch nicht um die Stabilisierung des Euro oder Europas. Es geht um viel mehr, nämlich um das Ende des Kapitalismus. Und vor allem um seine Nachfolge.

Was uns heute als Weltwirtschaftssystem verkauft wird, ist ein sinnloser und inzwischen auch gescheiterter Versuch, das Leben der Menschen auf dem ganzen Planeten so zu regulieren, dass durch immer weiteres Wachstum der Umsätze beim Handel untereinander immer mehr Geld auf die Konten der Superreichen fließt. Und das ohne Rücksicht auf Verluste, weder bei den Menschen, noch bei der Natur.

In einem begrenzten Raum kann es kein unbegrenztes Wachstum geben, auch wenn dieser Raum ein ganzer Planet ist.

Die seit Jahrzehnten anhaltende Missachtung dieser Tatsache hat dazu geführt, dass die Menschen in den Industriestaaten für Generationen völlig überschuldet, der Planet völlig ausgebeutet und die Umwelt nahezu zerstört wurden. Die meisten Menschen wissen nicht mehr, was der Sinn eines solchen Lebens sein soll und die religiösen Fanatiker haben einen Zulauf wie nie zuvor.

Die Selbstmordraten steigen an, denn die Menschen haben keine Chance mehr, sich in einem würdigen Leben selbst zu verwirklichen. Ihre Fähigkeiten sind nicht mehr gefragt. Sie können sich selbst nicht mehr ernähren, keine Familie gründen oder gar Kinder großziehen – es sei denn, sie helfen den Systemgewinnlern als Banker, Politiker oder sonstwie bei der Unterdrückung der Schwächeren, dann bekommen sie einen kleinen Teil ab und können überleben. Wer nicht mehr mitmacht, kann sich besser gleich aufhängen,
das spart langes Leiden.

Das Problem ist bekannt – aber Abhilfe nicht in Sicht. Hat vielleicht jemand Vorschläge?

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Über Klaus

Ich beschäftige mich seit fast 25 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World".
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