Das Wort zum Sonntag: Kürzung der unangemessenen Förderung von Solaranlagen

Vor nur 14 Tagen hieß es, die Regierung prüfe Pläne, die zusammenbrechende Wirtschaft in Griechenland durch die deutschen Stromkunden anzukurbeln.  In diesem Zusammenhang konnte man an vielen Stellen Schlagzeilen wie “Deutsche Hartz IV-Empfänger retten Griechenland” lesen.

Mit den gerade veröffentlichen neuen Regelungen für Solaranlagen sollte sich das wohl erledigt haben. Schon ab  nächsten Monat sollen für Kleinanlagen 20 % gekappt werden, für größere Anlagen liegt die Reduzierung bei bis zu 30 %. Es soll bei Kleinanlagen auch nur noch 85 % des erzeugten Stromes zu Garantiepreisen abgenommen werden. Ab Mai soll die Förderung um weitere 1,5 % pro Monat reduziert werden, das sind je nach Anlagengröße jährlich bis zu 15 %.

Dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) auch entsprechend zurückgeht, mit der die Armen die Reichen über die Stromrechnung subventionieren müssen, konnte man aber nirgends lesen.

Zur Zeit zahlt jeder Stromkunde, auch der Hartz IV-Empfänger und der Aufstocker, 3,59 Cent für jede verbrauchte Kilowattstunde an seinen Energieversorger, die dieser an reiche Deutsche weitergibt, die ein eigenes Haus besitzen und darauf die Solarpaneele montiert haben.

Das fing 2003 mal mit 0,4 Cent/kWh an, hat sich inzwischen verzehnfacht und ist aktuell eine der direktesten Umverteilungen von Arm nach Reich.

Unter dem Aspekt des Umweltschutzes sind die Solarpaneele sowieso eine zweischneidige Sache, denn für ihre Herstellung wird soviel Energie gebraucht, dass sie erstmal bis zu 5 Jahre laufen müssen, um eine positive CO2-Bilanz zu erreichen. Und solange in diesem Bereich noch Wachstum herrscht, wird die deutsche CO2-Bilanz insgesamt durch die Solaranlagen verschlechtert und nicht verbessert.

Im Klartext: Seit fast 10 Jahren zahlen die Ärmsten die Solarpaneele der Reichen von ihrer HartzIV-Unterstützung, und die CO2-Bilanz wird dadurch seither deutlich verschlechtert.

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Über Klaus

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